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3. Gesellschaftliche Einflüsse

Die Gesellschaft spielt sich vor, dass nur erfolgreich und glücklich sein kann, wer schlank und gutaussehend ist.
Besonders bei Frauen wird dieses Ideal als erstrebenswert angesehen, zumal übergewichtigen Frauen weniger Toleranz entgegengebracht wird als übergewichtigen Männern. Viele Menschen fühlen sich diesem Ideal sehr fern, glauben kaum, dies erreichen zu können und bemühen sich aus Frust nicht, sondern gehen eher nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip: „Das schaff‘ ich eh nie, also kann ich auch weiter essen.“

4. Mangelndes Selbstbewusstsein
 Wir alle kennen den Spruch, dass wir Dinge in uns „hineinfressen“, wenn wir es nicht schaffen, uns zu wehren und unsere Meinung zu sagen oder Wünsche zu äußern.
Oft steckt mangelndes Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen dahinter und Angst, dass das Gegenüber sich abwendet, uns verletzt, wir an Anerkennung einbüßen. Um nicht zu explodieren oder sich im Ton zu vergreifen, greift man lieber zum Essen, da weiß man, was man hat und kann seinen Ärger vergessen.
5. Belastende Ereignisse
 Wenn im Leben schwerwiegende Ereignisse geschehen, die man selbst nicht kontrollieren kann und diese als traumatisch erlebt und nicht verarbeitet, hinterlassen sie eine Verletzung/Wunde/Schmerz. Was tun damit?
Für viele Menschen scheint da das Essen eine Möglichkeit, mit dieser Situation fertig zu werden. Sie haben keine vertraute Person, der sie sich anvertrauen können, fühlen sich allein oder missverstanden.
Häufig haben Adipöse sexuellen Missbrauch erlebt und sich oft ein Schweigegelübde auferlegt (bekommen), das sie nicht brechen dürfen. Sie fühlen sich schuldig, wert- und hilflos. Hier kann das Zunehmen auch als Versuch interpretiert werden, äußerlich nicht attraktiv zu sein, den eigenen Körper abzulehnen, um vom anderen Geschlecht kein Interesse entgegengebracht zu bekommen.
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